Sommerreise 2026: Sabine Tippelt und Bjarne Allruth besuchen Müller + Müller und den create:hub
Die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt und der SPD-Landratskandidat Bjarne Allruth haben gemeinsam mit Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Holzminden ihre Sommerreise durch den Landkreis Holzminden fortgesetzt. Im Mittelpunkt standen dabei die wirtschaftliche Stärke, die Innovationskraft und die Zukunftsperspektiven des Standorts Holzminden. Auf dem Programm standen Besuche bei der Müller + Müller-Joh. GmbH + Co. KG und im create:hub.
Der Tag begann bei einem Holzmindener Traditionsunternehmen. Die Müller + Müller-Joh. GmbH + Co. KG ist ein international tätiger Hersteller von Primärpackmitteln aus Röhrenglas für die pharmazeutische Industrie. Geschäftsführer Florian Müller-Stauch empfing die Gäste und gab ihnen Einblicke in die Entwicklung des Unternehmens sowie in die moderne Produktion.
Mit rund 150 Mitarbeitenden fertigt Müller + Müller auf hochmodernen Produktionslinien jährlich etwa 300 Millionen Vials (Fläschchen). Die Exportquote liegt bei rund 50 Prozent, die durchschnittliche Investitionsquote bei acht Prozent. Wie Herr Müller-Stauch während des Rundgangs erläuterte, ist die Positionierung als Qualitätsführer und Partner für kundenindividuelle Innovationen ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Unternehmens. Künftig sollen am Standort verstärkt Prozesse für vorgewaschene bis hin zu vorsterilisierten Fläschchen sowie für DWK-Laborglasflaschen ausgebaut werden. Die hervorragende Wasserqualität in Holzminden bietet dafür ideale Voraussetzungen.
Das Unternehmen wurde 1924 in Thüringen gegründet und 1949 in Holzminden neu aufgebaut. Im Jahr 2004 erhielt es den bundesweiten Wirtschaftspreis „OSKAR für den Mittelstand“. Für diesen Preis ist Müller + Müller auch in diesem Jahr erneut nominiert. Heute gehört Müller + Müller zur DWK Life Sciences Gruppe.
Bei der anschließenden Werksführung konnten die Gäste den Fertigungsprozess aus nächster Nähe verfolgen. Glasröhren durchlaufen mehrere computergesteuerte Verarbeitungsschritte, bevor daraus kleine Glasbehältnisse für die Pharmaindustrie entstehen. Dabei kommen auch moderne Robotik Systeme zum Einsatz. Präzise Sensoren überwachen parallel jeden einzelnen Produktionsschritt und gewährleisten eine lückenlose Qualitätskontrolle.
Möglich wird diese hohe Präzision durch moderne Anlagen, die im Zuge einer Betriebserweiterung in den Jahren 2022 und 2023 unter anderem mithilfe von Fördermitteln der NBank installiert werden konnten.
„Müller + Müller zeigt eindrucksvoll, wie sich ein Unternehmen mit langer Tradition zu einem weltweit gefragten Partner der Pharmaindustrie entwickeln kann, ohne seine Wurzeln in Holzminden zu verlieren“, erklärte Bjarne Allruth nach dem Rundgang.
Sabine Tippelt ergänzte: „Solche Betriebe sind das Rückgrat unserer Region. Sie schaffen sichere Arbeitsplätze und bieten jungen Menschen gute Ausbildungs- und Zukunftsperspektiven direkt vor Ort.“
Zum Abschluss des Tages besuchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den create:hub. Das Zentrum wurde im Juni 2023 im Beisein des damaligen Wirtschaftsministers Olaf Lies eröffnet und durch das Niedersächsische Wirtschaftsministerium gefördert. Auf einer Fläche von 2.600 Quadratmetern bietet der create:hub Raum für Coworking, Konferenzen, Besprechungen und Veranstaltungen. Ergänzt wird das Angebot durch ein Bistro mit Frühstück, Mittagessen und einer Salatbar mit wechselnden Tagesangeboten.
Besonders beeindruckt zeigten sich die Besucherinnen und Besucher vom digitalen Beratungsangebot der „Bildschirmdocs“. Jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat stehen junge Beraterinnen und Berater von 10 bis 12 Uhr für Fragen rund um Smartphones, Laptops und die sichere Nutzung des Internets zur Verfügung.
„Der create:hub ist ein echtes Zukunftsprojekt für unsere Region“, betonte Sabine Tippelt. „Hier entstehen moderne Arbeitsmöglichkeiten und neue Räume für Begegnung. Mit den Bildschirmdocs gibt es zudem ein niedrigschwelliges Angebot, das Menschen jeden Alters den Zugang zur digitalen Welt erleichtert. Genau solche Investitionen brauchen wir, um das Weserbergland zukunftsfähig aufzustellen.“
Bjarne Allruth zog am Ende des Tages ein positives Fazit: „Vom traditionsreichen Industriebetrieb mit internationaler Ausrichtung bis zum modernen Arbeits- und Konferenzzentrum hat der heutige Tag gezeigt, wie vielfältig und lebendig die Wirtschaftslandschaft im Landkreis Holzminden ist. Dafür müssen wir uns weiter einsetzen: für eine Region, die ihre Traditionen bewahrt und zugleich Innovationen und neue Ideen gezielt fördert.“