Im Rahmen ihrer Sommerreise hat die heimische Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt gemeinsam mit dem SPD-Landratskandidaten Bjarne Allruth und Samtgemeindebürgermeisterkandidaten Sebastian Rode drei Betriebe im Bereich Bodenwerder besucht. Im Mittelpunkt standen dabei die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen, Investitionen in die Zukunft und die Herausforderungen, vor denen Betriebe im ländlichen Raum stehen.

Erste Station war HELLER-LEDER in Hehlen. Bei einem Rundgang erhielten die Gäste Einblicke in die verschiedenen Produktionsschritte einer vollstufigen Gerberei und in die Investitionen, die in den vergangenen Jahren am Standort vorgenommen wurden. Das Unternehmen beschäftigt in Hehlen mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und produziert Leder unter anderem für die Automobil- und Möbelindustrie. Nach eigenen Angaben ist HELLER-LEDER die letzte größere vollstufige Gerberei Deutschlands, die Leder für die Automobilindustrie produziert, und zugleich eine der letzten beiden für den Möbelbereich.

Dabei investiert das Unternehmen weiter kräftig in seinen Standort. Rund zwei Millionen Euro fließen nach Unternehmensangaben jährlich in neue Anlagen und Verbesserungen. Ein Schwerpunkt liegt unter anderem auf mehr Energieeffizienz und einem geringeren Einsatz von Chemikalien. Im Gespräch ging es zugleich um die Rahmenbedingungen für Investitionen und die Frage, wie Genehmigungsverfahren und bürokratische Anforderungen für Unternehmen praktikabler gestaltet werden können.

„HELLER-LEDER zeigt eindrucksvoll, dass Tradition und moderne Produktion kein Gegensatz sind. Hier wird seit vielen Jahren erfolgreich produziert und gleichzeitig kontinuierlich in neue Technik, Nachhaltigkeit und die Zukunft des Standortes investiert. Solche Unternehmen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und den notwendigen Spielraum, um sich weiterentwickeln zu können“, betonte Tippelt.

Weiter ging es zum Rohloff Betonsteinwerk & Gartentechnik in Bodenwerder-Kemnade. Das 1952 gegründete Unternehmen ist mit der Herstellung von Beton- und Natursteinprodukten groß geworden und beliefert bis heute Händler und regionale Baumärkte. Produziert werden unter anderem Baustoffe für den Garten- und Landschaftsbau sowie für Entwässerungs- und Kanalbaumaßnahmen.

Gleichzeitig entwickelt Geschäftsführer Marc Rohloff mit dem Bereich Gartentechnik ein zweites Standbein kontinuierlich weiter. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf modernen Rasenmährobotern. Rund 500 Kundinnen und Kunden werden in diesem Bereich inzwischen betreut. Bei der Vorführung wurde deutlich, welche Möglichkeiten moderne und teilweise KI-gestützte Systeme inzwischen auch bei der Pflege größerer Grünflächen bieten. Ein weiteres Thema war der Wandel in der Arbeitswelt: Moderne Produktionsanlagen werden technisch immer anspruchsvoller und stellen damit auch höhere Anforderungen an die Beschäftigten. Gleichzeitig wird es für Betriebe zunehmend schwieriger Personal zu finden.

„Gerade die mittelständischen Betriebe sind ein Rückgrat unseres Landkreises. Bei Rohloff sieht man sehr gut, wie ein traditionelles Unternehmen neue Geschäftsfelder erschließt und moderne Technologien für sich nutzt. Entscheidend ist, dass wir auch künftig gute Voraussetzungen für solche Unternehmen und für attraktive Arbeitsplätze in unserer Region schaffen“, erklärte Bjarne Allruth.

Den Abschluss der Tour bildete das Weserbergland-Camping in Heinsen. Sandra Zeuner und Dennis Meyer führten über den unmittelbar an der Weser gelegenen Platz, der rund 128 Stellplätze sowie eine Zeltwiese bietet. Der Campingplatz zieht Gäste aus Deutschland und zahlreichen europäischen Ländern an und wurde 2026 mit einem ACSI-Award ausgezeichnet und damit unter die besten 40 Campingplätze Deutschlands gewählt.

Im Gespräch wurde deutlich, welchen Stellenwert Camping und Tourismus inzwischen für die Region haben. Neben der Entwicklung des Platzes ging es deshalb auch um die touristische Infrastruktur rund um Heinsen und die Frage, wie die Attraktivität für Gäste dauerhaft gesichert werden kann.

„Unsere Sommerreise lebt davon, direkt vor Ort zuzuhören und zu sehen, was die Menschen und Unternehmen beschäftigt“, fasste Tippelt zusammen. „Ob Industrie, Handwerk oder Tourismus: Die drei Besuche haben erneut gezeigt, wie vielseitig und leistungsfähig unsere Region ist. Vielen Dank an alle Betriebe für die offenen Gespräche und die spannenden Einblicke.“