Das Land Niedersachsen investiert weiter in die Integration geflüchteter Menschen und stellt im Jahr 2026 insgesamt 8,6 Millionen Euro für Sprachkurse bereit. Grundlage ist eine neue Förderrichtlinie des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, die zum 1. März 2026 in Kraft tritt. Die Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich und betont die besondere Bedeutung für den Landkreis Holzminden: „Sprache ist der Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe, für Bildung und für den Einstieg in den Arbeitsmarkt. Gerade in einem Flächenlandkreis wie Holzminden sind passgenaue und wohnortnahe Angebote entscheidend. Die Landesmittel sorgen dafür, dass Integration konkret vor Ort gelingt.“

Die Mittel stehen anerkannten Einrichtungen der Erwachsenenbildung zur Verfügung. Gefördert werden zielgruppengerechte, niedrigschwellige Deutschkurse für erwachsene Geflüchtete und – bei freien Kapazitäten – auch für weitere Zugewanderte. Die Kurse können zwischen 50 und 500 Unterrichtsstunden umfassen und sowohl Grundkenntnisse als auch höhere Sprachniveaus vermitteln, beispielsweise mit Blick auf die Aufnahme einer Ausbildung oder eines Studiums. Sie können in Teil- oder Vollzeit stattfinden, online oder in Präsenz angeboten werden und bei Bedarf Elemente wie Einstufungstests, Kinderbetreuung oder berufliche Orientierung enthalten.

Wissenschaftsminister Falko Mohrs unterstreicht die Bedeutung der Initiative: „Sprache ist die Basis für ein erfolgreiches Ankommen in Deutschland. Davon profitieren nicht nur die geflüchteten Menschen, sondern langfristig auch unser Arbeitsmarkt und die gesamte Gesellschaft.“ Vor dem Hintergrund einer unsicheren weiteren Finanzierung von Integrationskursen auf Bundesebene setzt Niedersachsen damit ein wichtiges Signal.

Sabine Tippelt macht deutlich: „Wir lassen die Kommunen und Bildungsträger nicht allein. Die Investition in Sprachförderung ist eine Investition in die Zukunft unseres Landkreises. Wer hier lebt, soll die Chance bekommen, sich einzubringen – im Beruf, im Ehrenamt und in unserer Gemeinschaft.“