Die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt freut sich über die Entscheidung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, das Projekt „Zukunftswerk Plus“ der Kreisvolkshochschule Holzminden mit rund 150.000 Euro zu fördern. Das Projekt ist eines von insgesamt 35 Grundbildungsprojekten, die das Land Niedersachsen anlässlich des Weltalphabetisierungstags am 8. September mit insgesamt 3,5 Millionen Euro unterstützt. Die Hälfte der Mittel stammt aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF+).

Mit „Zukunftswerk Plus“ baut die Kreisvolkshochschule Holzminden ihr bewährtes Angebot zum nachträglichen Erwerb von Haupt- und Realschulabschlüssen weiter aus. Unter der Marke „Zukunftswerk“ bietet die KVHS bereits seit einiger Zeit Schulabschlusskurse an, die gezielt auf die Stärken und Ressourcen der Teilnehmenden setzen statt allein auf Wissensvermittlung – zuletzt etwa im Kurs „Zukunftswerk-ReStart“, aus dem in der Vergangenheit die Teilnehmenden erfolgreich mit Haupt- oder Realschulabschluss hervorgingen und dadurch den Weg in eine Ausbildung im pharmazeutisch-technischen, medizinisch-pflegerischen oder erzieherischen Bereich einschlagen konnten. Mit der Landesförderung wird dieses Konzept nun weiterentwickelt und für noch mehr Erwachsene im Landkreis zugänglich gemacht.

„Als Abgeordnete für den Landkreis Holzminden freut mich diese Förderung ganz besonders. Die Kreisvolkshochschule zeigt mit ‚Zukunftswerk‘, wie guter zweiter Bildungsweg vor Ort aussieht: nah an den Menschen, mit viel Wertschätzung für ihre Stärken und mit echten beruflichen Perspektiven am Ende. Dass dieses Konzept jetzt mit ‚Zukunftswerk Plus‘ weiterentwickelt wird, ist ein echter Gewinn für unsere Region. Wer als Erwachsener einen Schulabschluss nachholt, verdient beste Unterstützung – genau die bekommt er bei uns im Landkreis", erklärt Sabine Tippelt.

Landesweit können nach Schätzungen über 600.000 Menschen in Niedersachsen nicht richtig lesen oder schreiben. Die geförderten Projekte sollen ihnen mehr gesellschaftliche Teilhabe, Selbstständigkeit sowie bessere Bildungs- und Berufsperspektiven ermöglichen. Seit 2024 werden die Projekte auch über die EU-Förderrichtlinie „Grundbildung bei Erwachsenen" unterstützt; in der laufenden EU-Förderperiode 2021–2027 stehen dafür rund 7 Millionen Euro aus dem ESF+ sowie zusätzlich rund 7,6 Millionen Euro Landesmittel bereit.