Größte Investitionsoffensive seit Jahrzehnten: Investitionen in Landesstraßen kommen im Landkreis Holzminden an
Mit dem neuen Mehrjahresbauprogramm 2027 bis 2029 startet Niedersachsen die größte Investitionsoffensive für seine Landesstraßen seit Jahrzehnten. Rund 500 Millionen Euro sollen in den kommenden drei Jahren landesweit in Straßen, Brücken, Radwege und weitere Infrastruktur des rund 8.000 Kilometer langen Landesstraßennetzes fließen. Möglich wird dies durch die Kombination aus regulärem Landeshaushalt und dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität.
Auch der Landkreis Holzminden profitiert konkret von dem Programm. Darauf weist die heimische SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt hin. Vorgesehen sind unter anderem mehrere Fahrbahnerhaltungsmaßnahmen an Landesstraßen in der Region.
„Es ist wichtig, dass die zusätzlichen Mittel nicht nur in den großen Städten sichtbar werden, sondern auch bei uns in der Fläche ankommen“, betont Tippelt. „Gerade im ländlichen Raum sind gute und sichere Straßen eine zentrale Voraussetzung für Mobilität, wirtschaftliche Entwicklung, Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen, Schulen, Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten. Deshalb ist dieses Programm ein starkes Signal für den Landkreis Holzminden.“
Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne hatte bei der Vorstellung des Programms erklärt: „Mit diesem Programm wechseln wir vom Verwalten zum Gestalten. Erstmals legen wir auf Jahre hinaus offen, welche Projekte wir anpacken und wohin die Investitionen fließen. Das schafft Planungssicherheit und macht den Abbau des Sanierungsstaus für alle nachvollziehbar.“ Mit einer halben Milliarde Euro werde der Sanierungsstau Stück für Stück abgebaut. Das sei „eine der größten Investitionsoffensiven für unsere Landesstraßen seit Jahrzehnten“.
Für den Landkreis Holzminden sind insbesondere folgende Maßnahmen vorgesehen:
Im Jahr 2027 soll aus Mitteln des Sondervermögens die Fahrbahnerhaltung der L 428 von Brevörde bis Ottenstein beginnen. Der Abschnitt hat eine Länge von rund 3,25 Kilometern. Die vorgesehenen Kosten liegen bei etwa 1,3 Millionen Euro.
Für das Jahr 2028 ist ebenfalls aus dem Sondervermögen die Fortsetzung der Fahrbahnerhaltung auf der L 428 von Ottenstein bis Lüntorf vorgesehen. Dieser Abschnitt umfasst rund 5,15 Kilometer. Die Kosten werden mit rund 1,2 Millionen Euro veranschlagt.
Ebenfalls 2028 soll aus dem regulären Landeshaushalt die Fahrbahnerhaltung der L 580/L 583 von Arholzen bis Deensen beginnen. Die Maßnahme umfasst eine Länge von rund 1,06 Kilometern und ist mit rund 600.000 Euro eingeplant.
„Besonders wichtig ist mir die Sanierung der L 428 im Bereich Ottenstein. Der Zustand der Straße zeigt seit Langem, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. Deshalb ist es eine gute Nachricht, dass die Maßnahme jetzt endlich angegangen wird – so, wie es zugesagt wurde. Das ist ein wichtiges Signal an die Menschen vor Ort, dass Investitionen in die Infrastruktur im ländlichen Raum tatsächlich ankommen.“
Tippelt hebt zudem die neue mehrjährige Planungsperspektive hervor. Das Programm mache frühzeitig sichtbar, welche Projekte vorgesehen seien. Das schaffe mehr Verlässlichkeit für Kommunen, Unternehmen, Bauwirtschaft und die Menschen vor Ort.
„Straßenbau ist immer auch mit Einschränkungen verbunden. Baustellen, Umleitungen und Sperrungen sind für die Menschen vor Ort belastend. Aber sie sind notwendig, damit unsere Infrastruktur sicher und leistungsfähig bleibt“, erklärt Tippelt. „Entscheidend ist, dass die Maßnahmen gut vorbereitet, transparent kommuniziert und zügig umgesetzt werden.“
Verkehrsminister Tonne hatte dazu betont: „Wir alle wissen, dass jede Baustelle Geduld verlangt. Aber jede Sperrung, jede Umleitung und jede Baustelle ist ein Zeichen, dass es vorangeht und eine Investition in sichere, leistungsfähige Straßen. Die Einschränkungen sind vorübergehend – der Nutzen bleibt für Jahrzehnte.“
„Genau darum geht es“, so Tippelt abschließend. „Wir müssen die Infrastruktur erhalten, bevor Schäden noch größer und Sanierungen noch teurer werden. Das Mehrjahresbauprogramm ist deshalb ein wichtiger Schritt für Niedersachsen und ein konkreter Gewinn für unseren Landkreis.“