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AAA Foto: Tippelt

25. September 2020: Feuerwehrbericht 2019: Sabine Tippelt (SPD) sieht „positiven Trend“

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Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius (SPD), hat den Jahresbericht 2019 der niedersächsischen Feuerwehren vorgestellt. Insgesamt waren im vergangenen Jahr 126.596 Einsatzkräfte für die niedersächsischen Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. Der Anteil der Frauen in den Freiwilligen Feuerwehren hat sich, ebenso wie die Anzahl von Kindern und Jugendlichen, weiter erhöht. Für die heimische Abgeordnete Sabine Tippelt (SPD) ist das eine sehr erfreuliche Entwicklung: „Mit über 44.800 Mädchen und Jungen haben wir hier einen neuen Höchststand erreicht, was für die Zukunft der niedersächsischen Wehren ein sehr positives Signal ist. Außerdem sind inzwischen auch immer mehr Frauen Teil der niedersächsischen Feuerwehren, was mich ebenfalls sehr freut. Insgesamt bestätigt uns der Jahresbericht einen positiven Trend.“

Eine zentrale Rolle bei der Zukunftsstrategie der Feuerwehr in Niedersachsen spielt die Ausbildung an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK). Aktuell stehen je 350 Ausbildungsplätze für die jeweiligen Kurzlehrgänge an den beiden Standorten in Celle und Loy allen niedersächsischen Feuerwehrkindern, -frauen und -männern zur Verfügung. Insgesamt haben im vergangenen Jahr 11.240 Personen an den Lehrgängen teilgenommen. Klares Ziel im Rahmen der Landesstrategie ist die weitere Verbesserung des quantitativen Lehrgangsangebotes, was insbesondere mit der konsequenten Realisierung des NABK-Bauprojektes einhergeht. Für die in diesem Jahr fertig gestellten Bauvorhaben und die weiteren eingeleiteten Baumaßnahmen nimmt das Land insgesamt rund 19,4 Mio. € in die Hand.

Die Einsatzkräfte sind im Jahr 2019 zu insgesamt über 23.000 Brandeinsätzen und mehr als 57.000 technischen Hilfeleistungen ausgerückt. Das bedeutet einen Rückgang der Einsatzzahlen in Niedersachsen um mehr als 12 Prozent. Dieser Trend zeigt sich auch bei den Fehlalarmierungen, hier konnte nur bei den sogenannten Böswilligen Alarmen ein Anstieg von 6,6 Prozent registriert werden. Minister Pistorius dazu: „Es ist nicht hinnehmbar und verwerflich, wenn jemand Rettungskräfte, Feuerwehr oder Polizei unter Vorspiegelung falscher Tatsachen quasi zum Spaß zu einem Einsatz ruft! Nicht zuletzt kann das richtig teuer werden - zurecht!" Auch Sabine Tippelt warnt vor einem Alarmmissbrauch: „Es ist, neben dem wirtschaftlichen Schaden eines Fehlalarms, eine große Respektlosigkeit gegenüber den Einsatzkräften, und derartige Aktionen gehören in Zukunft bestmöglich unterbunden!“

Für besondere Aufmerksamkeit haben 2019 insbesondere zwei Waldbrandereignisse gesorgt: Die Brände in Lübtheen und in der Lieberoser Heide konnten insbesondere auch durch die Unterstützung niedersächsischer Einsatzkräfte erfolgreich bekämpft werden. „Unsere Feuerwehren haben auch bei den Unterstützungseinsätzen außerhalb unseres Bundeslandes großartige Arbeit geleistet. Wir müssen uns auch strategisch darauf vorbereiten, dass insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels die Anforderungen an unsere Brandschützerinnen und Brandschützer zukünftig weiter spürbar steigen werden. Darauf bereiten wir uns sukzessive mit entsprechenden Maßnahmen vor", so Pistorius.

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