Tippelt und Schraps besuchen Betriebe in Lauenförde

 

Johannes Schraps, Jörg Rauscher, Sabine Tippelt auf dem Gelände der Fa. Rauscher (v.l.)

 

Die Holzmindener Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt und der Bundestagskandidat Johannes Schraps (beide SPD) haben im Zuge ihrer Sommertour zwei Betriebe in Lauenförde besucht.

 
 

Schraps, Rickmeier, Tippelt, Buxton, Filmer bei der Betriebsbesichtigung der Fa. AGC Interpane (v.l.)

Bei der Firma AGC Interpane standen die Standortbedingungen im Fokus. Das Werk in Lauenförde mit rund 230 Mitarbeitern hat sich zusammen mit dem Standort Plattling in Bayern auf die Realisierung von Großprojekten spezialisiert. Und das mit Erfolg. Der Standort Lauenförde ist gesichert, die Tendenz bei der Zahl der Arbeitsplätze zeigt aufwärts und auch vielbeachtete Prestigeprojekte wie etwa jüngst die Elbphilharmonie in Hamburg sprechen für sich. Dabei ist Interpane als Tochter des japanischen AGC-Konzerns inzwischen vor allem international sehr erfolgreich tätig. So wurden z.B. 8 der 9 höchsten 2016 im Bau befindlichen Hochhäuser in New York City mit speziellen Funktionsgläsern aus Lauenförde  und Plattling in Niederbayern ausgestattet.

 
 

Klaus Rickmeier, Uwe König, Johannes Schraps, Mikko Filmer, Manfred Filmer, Sabine Tippelt, Bernadette Buxton, Andrea Tyrasa, Thomas Lang vor der Firma AGC Interpane (v.l.)

„Bei der internationalen Ausrichtung spielt natürlich die verkehrliche wie digitale Infrastruktur eine sehr wichtige Rolle“, berichtet der stellv. Geschäftsführer Thomas Lang. Die Verkehrsanbindung Lauenfördes müsse verbessert und auch gut in Stand gehalten werden. Damit stieß er bei Tippelt auf offene Ohren: „Wenn wir Standortnachteile wie etwa eine fehlende Autobahn ausgleichen wollen, muss man die Infrastruktur in Schuss halten, egal ob Gemeinde-, Kreis-, Landes- oder Bundesstraße.“ Auch eine Internetgeschwindigkeiten von 100 Mbit/s sind mittelfristig für einen solchen Konzern zu wenig.  

Auch die Schwierigkeiten bei der Suche nach Auszubildenden waren Thema. Ein großes Problem für Azubis, die ja auch mal jünger als 18 Jahre alt sind, sei bspw. das mangelhafte Bus-Angebot. Gemeinsam mit Bürgermeister Uwe König will sich Tippelt für eine bessere Bus-Anbindung Lauenfördes an die Kreisstadt und den BBS-Standort Holzminden einsetzen.

 
 

König, Schraps, Tippelt, Rauscher auf einer Arbeitsbühne der Fa. Rauscher (v.l.)

Auch bei der Firma Rauscher ging es um ähnliche Themen. Die Firma bietet ihren Kunden neben der traditionellen Tätigkeit als Dachdeckerbetrieb auch die Vermietung von Arbeitsbühnen und –liften und anderen Baumaschinen an.

Inhaber Jörg Rauscher wies im Gespräch vor allem auf zahlreiche bürokratische Schwierigkeiten hin, die sich bei den verschiedenen Behörden in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen für den Betrieb ergeben. Oft fehle es an nötiger Abstimmung über die Grenzen von Kommunen und Bundesländern hinweg. Die Kooperationen zwischen den Berufsschulen in Holzminden und Höxter sei da eine löbliche Ausnahme. Insgesamt stellt Rauscher dem deutschen Schulsystem ein eher schlechtes Zeugnis aus. Dies sei dringend und grundlegend reformbedürftig, da es den aktuellen Anforderungen an die Schulabgänger kaum gerecht werde. Das Modell des gemeinsamen Lernens bis Klasse 10 sei da eine charmante Alternative.

 
 

Sabine Tippelt bei der Fa.Rauscher

Ferner mahnte er ein besseres Baustellenmanagement bei den Arbeiten gerade im Bereich der Weserbrücken an. Die zentrale wirtschaftspolitischer Herausforderungen sind aus Rauschers Sicht die Verbesserung der Infrastruktur und die Bekämpfung des Fachkräftemangels.

Tippelt, die Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses des Niedersächsischen Landtags ist, versprach, sich gemeinsam mit König und Schraps für eine Verbesserung der Standortbedingungen einzusetzen. „Man muss den Unternehmen hier attraktive Bedingungen bieten, wenn man die Arbeits- und Ausbildungsplätze sichern möchte und das Potenzial für mehr nutzen will“, so Tippelt.

 
 

 


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