Neujahrsempfang der SPD in Varrigsen

Neujahrsempfang Varrigsen
Landtagskandidatin und SPD-Fraktionsvorsitzende im Delligser Gemeinderat, Sabine Tippelt mit SPD-Gemeindeverbandsvorsitzenden Michael Bauermeister (links) und MdL Heiner Bartling (rechts)beim Neujahrsempfang der Delligser SPD in Varrigsen.

Varrigsen (afi) Der SPD-Gemeindeverband Delligsen und die SPD-Gemeinderatsfraktion hatten Vertreter und Abordnungen der Delligser Vereine und Verbände zum Neujahrsempfang in das Dorfgemeinschaftshaus Varrigsen geladen. Die Verantwortlichen hatten die Veranstaltung unter das Motto „Ehrenamt stärken“ gestellt und für die Ausführungen zu diesem Thema, den Präsidenten des Niedersächsischen Turnerbundes, Heiner Bartling, gewinnen können.

Zunächst jedoch überbrachte die Vorsitzende der SPD im Delligser Gemeinderat, Sabine Tippelt, herzliche Neujahrsgrüße ihrer Fraktion, verbunden mit dem Wunsch, auch weiterhin gemeinsam mit den Vereinen für das Gemeinwohl in Delligsen wirken zu können. Rückblickend erinnerte sie an erreichte Ziele, wie etwa diverse Dorferneuerungsmaßnahmen, die Inbetriebnahme einer Ampelanlage zur Schulwegsicherung, die erfolgten Sanierungen beider Grundschulen in Grünenplan und Delligsen und den Neubau der Grünenpläner Feuerwehrgarage. Zu den gesellschaftlichen Höhepunkten zählte sie das 1. Kaierder Dorffest und die Veranstaltungen zum 175-jährigen Bestehen des Landkreises Holzminden.

Heiner Bartling widmete seine Ausführungen ganz dem Thema Ehrenamt. „Ehrenamt ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Das sind zwar keine Worte von mir, aber sie sind dennoch äußerst zutreffend“, bemerkte Bartling. Mit einem ausgefeilten Vereinsleben und einem hohen Organisationsgrad präge ehrenamtliches Wirken die gesellschaftlichen Beziehungen untereinander. Mit der Erhöhung der Steuerfreiheit bei den Übungsleiterpauschalen habe die Bundesregierung einen wichtigen Schritt zur Motivation ehrenamtlich Tätiger getan und man müsse nun über weitere Erleichterungen nachdenken. Beispielsweise könne die Absetzbarkeit geleisteter Stunden eine weitere sinnvolle Ergänzung sein. Aber, so Bartling weiter, eine reguläre Bezahlung sei nicht der richtige Weg und könne von Bund, Länder und Kommunen auch nicht geleistet werden. „Dann ist es ja auch kein Ehrenamt mehr“, erklärte Bartling. Als weiteren Anreiz für ehrenamtlich Tätige führte er die Sportehrenamtskarte an, mit der bereits jetzt Vergünstigungen bei Einkäufen erzielt werden können. „Allerdings ist der verwaltungstechnische Aufwand immens, deswegen hat die Landesregierung momentan auch Mühe, die Kommunen von der Verbreitung der Ehrenamtskarte für alle zu überzeugen“, schränkte Bartling ein.

Zur Nachwuchsgewinnung könne er sich diverse Möglichkeiten vorstellen. Beispielweise sei eine weitere Verzahnung von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräften nötig. Dazu komme eine effektive Projektarbeit. Nur mit dem Routinegeschäft in den Vereinen sei Nachwuchs nicht zu gewinnen. Den Kommunalpolitikern schrieb Bartling ins Stammbuch, Zuschüsse nicht zu kürzen und auch kleine Vereine zu erhalten. Als Beispiel nannte er die Feuerwehren, die in den Dörfern oftmals die einzige Möglichkeit der Gemeinschaftspflege böten. Auch kleine Wehren sollten unter diesem Gesichtspunkt eine Chance bekommen, evtl. müsse man die Ausstattungsrichtlinien des Landes ändern um eine Finanzierbarkeit zu gewährleisten.

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