Sabine Tippelt besucht den THW Ortsverband Holzminden

Gruppenfoto beim THW
v.l.n.r.: Andreas Fischer, Sven Möller, Sabine Tippelt, Ulrich Pollmann, Roland Großkopf, Gabriele Lösekrug-Möller

Am vergangenen Mittwoch, dem 17. Oktober, besuchte die Landtagskandidatin Sabine Tippelt zusammen mit der Bundestagsabgeordneten Gabriele Lösekrug-Möller und ihrem Kreistagskollegen Andreas Fischer den Ortsverband Holzminden des Technischen Hilfswerkes.

Ortsbeauftragter Roland Großkopf nutzte gern die Gelegenheit und wies die Besucher zunächst in die Struktur des THW ein. Demnach ist der Ortsverband Holzminden, der übrigens seit 1953 besteht, einer von 669 Ortsverbänden bundesweit, die in 8 Landesverbänden organisiert sind, durch die zentrale THW-Leitung in Bonn geführt werden und dem Bundesinnenministerium unterstehen. Großkopf erläuterte Ziele und Aufgaben der einzigen Katastrophenschutzorganisation des Bundes, gab einen Einblick in die Finanzierung und wies insbesondere auf die gestiegene Zahl der weltweiten Auslandseinsätze hin.

Im Fokus des anschließenden Gespräches stand dann die direkte Arbeit im Ortsverband Holzminden. Die Gäste interessierte besonders die Ausbildung der Helferinnen und Helfer, sowie die Zusammenarbeit mit den Katastrophenschutzeinheiten vor Ort. Der stellvertretende Ortsbeauftragte Ulrich Pollmann berichtete von guten Kontakten zur Feuerwehr, zum DRK und zur Bundeswehr und verwies auf den letzten Hochwassereinsatz, bei dem alle Helfer Hand in Hand gearbeitet hatten. Trotzdem wünschte er sich mehr gemeinsame Einsätze und bot insbesondere den Gemeindebrandmeistern im Landkreis Holzminden die (kostenlose) Unterstützung des THW an. Zugführer Sven Möller bemerkte dazu, dass er mit der technischen und personellen Ausrüstung durchaus in der Lage sei, innerhalb kurzer Zeit die Vor-Ort-Kräfte wirksam zu unterstützen. „Innerhalb von 30 Minuten können wir ausrücken“, so Möller. Damit die Helfer ihr Handwerk verstehen ist eine gute Ausbildung notwendig. Ausbildungsleiter Thomas Kubiak erklärte die verschiedenen Bausteine einer bundesweit einheitlichen Helferausbildung. Nach erfolgreichem Abschluss der Basisausbildung I werden die Helfer entweder einer Bergungsgruppe, einer Fachgruppe, oder dem Stab ihres Ortsverbandes zugeteilt. Dort durchlaufen sie dann eine entsprechende Fachausbildung (Basis 2). Kubiak wie darauf hin, dass die Grundausbildung bereits mit 17 Jahren begonnen werden kann.

Unter dem Motto „Wo drückt der Schuh“ wurde natürlich auch nach den Problemen an der Basis gefragt. Roland Großkopf wies auf die immer knapper werdende Zeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer hin. „Bedingt durch die vielen Auslandseinsätze, die dazugekommen sind, wird es für unsere Ehrenamtlichen immer schwieriger an solchen Einsätzen, an Schulungen, Lehrgängen oder Veranstaltungen teilzunehmen.“ Und natürlich war auch das Thema Finanzen präsent. „Wenn wir unseren Ausbildungsstand und unsere technische Einsatzfähigkeit halten wollen, darf es keine Mittelkürzungen für das THW im Bundeshaushalt geben“, betonte Großkopf. Nach einem Rundgang und der Besichtigung des technischen Gerätes dankten die Gäste herzlich für die Bereitschaft zum Gespräch und die Anregungen. Gabriele Lösekrug-Möller versprach, sich in Berlin auch weiterhin für ein funktionierendes THW einzusetzen.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass der Ortsverband Holzminden gerne noch aktive Helferinnen und Helfer aufnimmt. Ab 10 Jahren kann man bereits in der Jugendgruppe mitmachen. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des THW Holzminden unter „www.thw-holzminden.de“.