Maikundgebung Holzminden

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Sabine Tippelt kam zur Maikundgebung am 01. Mai 2010 auf den Marktplatz nach Holzminden.
„Du bist mehr als eine Nummer, als ein Kostenfaktor. Du hast Würde. Zeig es.” Unter diesem Motto stand die Maikundgebung des DGB. Zu den Klängen des Stahler Blasorchester waren über 150 Bürger dem Aufruf der Gewerkschaften gefolgt, um den „Tag der Arbeit” zu begehen.

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Bernd Kleimann, Vorsitzender des DGB-Ortsverbandes Holzminden, freute sich besonders über das Erscheinen von Landrat Walter Waske, sowie des früheren DGB-Kreisvorsitzenden Reinhold Schultert. Zum siebten Mal führte der DGB diese Veranstaltung in Holzminden durch, deren Programm von dem Auftritt der Jazz-Dance-Gruppe des MTV Altendorf, „Dancing Faces” aufgelockert wurde. Kleimann machte in seiner Begrüßung auf den Informationsstand des Bündnisses für den Erhalt der Stadtwerke Holzminden aufmerksam. „Ich bitte euch, mit eurer Unterschrift das Bürgerbegehren zu unterstützen.”
Kleimann forderte dazu auf, das mit Bund und Gemeinden vereinbarte neue Tarifrecht auch im Land umzusetzen. „Die Länder, unter Führung von Niedersachsen, weigern sich konstant von ihren Forderungen 42 Stunden Wochenarbeitszeit und Streichung von Weihnachts- und Urlaubsgeld abzugehen.” Die Verlängerung der Arbeitszeit auf 40 Stunden bedeute den Verlust von 2.500 weiteren Stellen beim Land Niedersachsen. Durch die Verwaltungsreform der Landesregierung würden zukünftig etwa 10.000 Arbeitsplätze vernichtet, kritisierte der DGB-Chef. Er forderte Ministerpräsident Wulff auf, das neue Tarifrecht für den Öffentlichen Dienst auch im Bereich der Länder zu übernehmen.

 

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Jürgen Stachan, Verdi-Gewerkschaftssekretär aus Hannover, sprach ebenfalls auf der Kundgebung. Es sei menschenunwürdig, dass es Millionen Menschen ohne Arbeit gebe. Noch unwürdiger empfinde er es, dass es in deutschen Vorstandsetagen keine Mehrheit dafür gebe, wirtschaftlichen Erfolg in neue Arbeitsplätze zu investieren. Als Beispiel nannte Stachan die Deutsche Bank. Stachan forderte die deutsche Wirtschaft dazu auf, endlich den Schulterschluss zu üben. „Ich fordere die Vorstände dazu auf, neue Arbeitsplätze zu schaffen.”
Vehement kritisierte der Gewerkschaftsfunktionär die Auffassung, dass der „1. Mai ein Tag des neuen Klassenkampfes” sei. „Das ist ein Schlag ist das Gesicht all’ derer, die sich für neue Arbeitsplätze und bessere Bedingungen einsetzen”, rief Stachan. Es sei nicht die Gewerkschaft, die die Unternehmen daran hindere neue Arbeitsplätze zu schaffen. Immer noch gebe es zu viele Überstunden. Allein 1,6 Milliarden Überstunden fielen pro Jahr an, die eigentlich für 823.000 neue Arbeitsplätze sorgen könnten.
„Die Unternehmen sind gefordert, Gewerkschaft und Politik können nur Rahmenbedingungen schaffen”, so Stachan weiter. Die Gewerkschaft werde weiterhin ihre Stimme für Arbeitsplätze und soziale Gerechtigkeit erheben. Zum Abschluss der Kundgebung sangen alle Teilnehmer das alte Arbeiterlied „Brüder zur Sonne zur Freiheit”.

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