„Auf ein Wort“ mit Kultusminister Grant Hendrik Tonne in Stadtoldendorf

 
 

Auf Einladung der heimischen Landtagsabgeordneten Sabine Tippelt besuchte Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne am Dienstag den Landkreis Holzminden. Zunächst stand dabei ein Besuch der Berufsbildenden Schulen in Holzminden auf dem Programm. Am Abend folgte unter dem Motto „Auf ein Wort“ eine Dialogveranstaltung mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern im Haus am Eberbach in Stadtoldendorf.

 

Der Schulbesuch am Nachmittag war von Schulleiter Andreas Hölzchen hervorragend geplant. An mehreren Stationen zeigten Lehrkräfte, die interessante Arbeit, die an der BBS in verschiedensten Feldern geleistet wird. Neben dem Minister und Tippelt nahmen auch Andreas Fischer, Friedel Lages, Sebastian Rode und Stephan Reinisch als Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion an dem Besuch teil. Alle Besucher zeigten sich gleichermaßen beeindruckt, über die zukunftsgerechte Ausrichtung der Berufsbildenden Schulen, mit ihrem digitalen Lernangebot und den zahlreichen Kooperationen mit anderen Bildungseinrichtungen, wie etwa der Berufsschule in Höxter oder der HAWK in Holzminden.

Im Anschluss ging es dann nach Stadtoldendorf. Über 100 Gäste erwarteten den Minister im gut gefüllten Saal des Haus am Eberbach. Bereits am Einlass bekam jeder einen Bierdeckel, mit der Möglichkeit seine persönliche Frage zum Thema Bildung aufzuschreiben. Die eingesammelten Deckel wurden dann nach und nach von Minister Tonne beantwortet. Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger war groß und die Themen breit gestreut. Nach der Begrüßung durch Sabine Tippelt ging es zunächst um die Schulsozialarbeit, auch an Grundschulen. „Der Ausbau bei der Schulsozialarbeit wird weitergehen. In 2019 werden wir 95 weitere Stellen schaffen. Auch die Grundschulen werden davon profitieren“, so Tonne.

Ein ganz wichtiges Thema, da war man sich schnell einig, ist die Fahrtkostenübernahme für Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe. „Bildung darf kein Luxusgut sein und Fahrtkosten stellen ein großes Problem dar. Wir werden in diesem Zusammenhang zwei Modelle abwägen. Zum einen die Kostenübernahme in der Sek II zum anderen die Einführung eines Niedersachsentickets für Schüler und Auszubildende“, so der Minister weiter.

Häufig gestellt ist auch die Frage, wie man dem Lehrermangel entgegentreten möchte. Grant Hendrik Tonne führt in diesem Zusammenhang aus, dass in diesem Jahr zwar 1923 von 2000 möglichen neuen Stellen besetzt worden sind, es kurzfristig aber trotzdem sehr schwierig ist den Mangel zu bekämpfen. „Wir brauchen eine strukturelle Langzeitplanung. Diese hat es leider bisher nicht gegeben. Als Basis dafür müssen wir die zu erwartenden Schülerzahlen nutzen und daran ausgerichtet Studienplätze schaffen. So können wir das Problem zumindest langfristig in den Griff bekommen“. Einzige Möglichkeiten kurzfristig etwas zu verbessern, sind gut ausgebildete Quereinsteiger oder pensionierte Lehrer. „Der Freibetrag, der neben der Pension hinzuverdient werden darf wird aufgestockt. Statt 7 Stunden sind dann etwa 15 Stunden möglich“, so Tonne ergänzend.

Interessant wird es dann abschließend noch einmal beim Thema Beitragsfreiheit in den Kindergärten. Einige anwesende Eltern machen deutlich, dass in der Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf weiterhin Gebühren verlangt werden, da man dort die Zeit von 12 – 13 Uhr als Sonderöffnungszeit deklariert hat. Eine Tatsache, dass gibt Minister Tonne klar zu verstehen, die er so bisher noch nicht gehört hat. Eigentlich sollen 8 zusammenhängende Stunden kostenfrei sein.  Sowohl Sabine Tippelt als auch Tonne selbst versichern in diesem Zusammenhang zu prüfen, ob das Gesetz so ausgelegt werden kann.

 

 


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