Dialogveranstaltung Bildung

Dbildung1
 

Frauke Heiligenstadt mit Sabine Tippelt

 

Tippelt: keine Bildungsbenachteiligung im ländlichen Raum!

Dbildung2
 

Eine gelungene Veranstaltung!

Bodenwerder. Eine sehr gut besuchte Veranstaltung zum Thema „Bildung“ führte die SPD-Landtagsabgeordneten Sabine Tippelt durch. Sie hatte zur vierten und letzten Runde ihrer Dialogreihe mit Bürgern in das „Deutsche Haus“ eingeladen. Als Fachreferentin des Abends begrüßte sie Frauke Heiligenstadt, die schulpolitische Sprecherin der SPD Fraktion im niedersächsischen Landtag.

Sabine Tippelt forderte, die Chancengleichheit für alle Kinder müsse das Ziel von Bildungspolitik sein; denn Bildung entscheide wesentlich über Lebenschancen des Einzelnen. „Und bezüglich der Kosten ist eines klar:“ so Sabine Tippelt in ihrer Einleitung, „die Bildungsausgaben von heute reduzieren morgen die Ausgaben im sozialen Bereich und sorgen für eine innovative Gesellschaft.“

Zentrale Frage des Abends war: „Was muss Landespolitik leisten, damit die Bildungsstrukturen für alle Kinder und Jugendlichen und für alle Lebensräume unseres Landes zukunftsfähig werden?“

Frauke Heiligenstadt stellte vor, welche Schwerpunkte und Strukturen hier aus Sicht der SPD für Niedersachsen gesetzt werden sollten. Niedersachsen rangiere derzeit am unteren Ende im Bundesvergleich bei der Realisierung von Chancengleichheit, führte sie aus und sie machte deutlich, dass beispielsweise starre Schulstrukturen gerade im ländlichen Raum für Benachteiligungen der dort aufwachsenden Kinder und Jugendlichen sorgen.

Verantwortungsvolle Bildungspolitik müsse die Zukunftsfähigkeit unseres Landes gestalten und sie müsse eine Antwort auf den demografischen Wandel geben.

Gute Bildung beginne in den ersten Lebensjahren und müsse in Schule und Berufsausbildung fortgesetzt werden.

Daher seien die Aufgabenfelder für Bildungspolitik unter anderem:

* Förderung frühkindlicher Bildung (Gruppengröße, Stellenschlüssel, Qualifizierung)

* Ein regional angepasstes, flexibles und stabiles Schulangebot, das den Anforderungen an Qualität und demografischen Veränderungen entspricht,

* Gute Unterrichtsversorgung und ganzheitliche Beratungs- und Unterstützungskonzepte (Schulsozialarbeit als Landesaufgabe).

Die Besucher dieser Dialogveranstaltung repräsentierten den Bildungsbereich im Landkreis Holzminden in all seinen Facetten: Tagesmutter- und Kita -Bereich, die Grundschulen und allgemein bildenden Schulen, Gymnasium, Berufschulen und Weiterbildung sowie außerschulische Bildung - Gesprächspartner aus der Bildungspraxis und aus der Kommunalpolitik mit hoher Sachkompetenz waren der Einladung von Sabine Tippelt gefolgt und beteiligten sich engagiert an dem Dialog. Die teilweise leidenschaftlich geführte Diskussion brachte viele Punkte „auf den Tisch“, die an die politischen Entscheidungsträger gerichtet waren – sowohl im Kreistag (wenn es z.B. darum ging, wie klein eine Schule werden dürfe oder wann Schulentwicklungsplanung endlich konkret werde) als auch im Landtag (Wenn z.B. kritisiert wurde, dass die offene Ganztagsschule eine Mogelpackung sei). Viele Punkte, Hinweise und Anregungen kamen zur Sprache. Einig waren sich die Anwesenden abschließend darin, dass dringend ein demografischer Faktor eingeführt werden müsse, sowohl bei Struktur- als auch Finanzierungsentscheidungen. Hier müssten Bund und Land in die Pflicht genommen werden.

 
 

 


Kommentar schreiben

Netiquette
 

Selbstverständlich beachten wir die Vorschriften des Datenschutzes.
Hier geht es zur Datenschutzerklärung.

Senden
 

Netiquette

Schließen
 

Unsere Internetseite soll eine Plattform für ernsthafte Diskussionen sein, bei dem Toleranz, Offenheit und Fairness zu den Grundprinzipien gehören. Wir begrüßen sachliche und konstruktive Inhalte, die zu einer angeregten Diskussion beitragen und der Meinung anderer Kommentatoren tolerant und unvoreingenommen begegnen. Wird gegen diese Grundprinzipien verstoßen, kann dies zur Löschung von Kommentaren führen.

Um bei uns zu kommentieren muss die eigene E-Mail-Adresse angegeben werden. Selbstverständlich wird diese E-Mail-Adresse nicht veröffentlicht und auch nicht an Dritte weitergegeben. Die Angabe einer falschen E-Mail-Adresse ist ein Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen. Wir machen daher Stichproben, die dann zur Löschung von Kommentaren führen können. Mit Absenden des Formulars werden unsere Nutzungsbedingungen anerkannt.