Sabine Tippelt in Eschershausen

Tippelt Sabine 960
 
 

Sabine Tippelt besucht das Mehrgenerationenhaus, die Diakonisozialstation sowie die Haupt- und Realschule in Eschershausen

Mehrgenerationenhaus
 

Sabine Tippelt (M.) mit ihren Begleitern und Herrn Satzke in der Bibliothek im Mehrgenerationenhaus

Eine besondere Auswahl von Eschershäuser Spezialitäten hatte Sabine Tippelt im Rahmen ihrer Sommerreise in Eschershausen ausgewählt. Zunächst freute man sich im Mehrgenerationenhaus, Sabine Tippelt, die bereits im Grüdungsjahr dem Verein Mehrgenerationenhaus beigetreten war und dadurch die Bedeutung der Aufgaben, die das Mehrgenerationenhaus leistet, bestens kennt, diesmal als Politikerin in ihrer Eigenschaft als Landtagsabgeordnete und Kommunalpolitikerin begrüßen zu können. Begleitet wurde sie von ihren Kreistagskollegen Andreas Fischer und Friedrich Mönkemeyer sowie vom Eschershaüser SPD Vorsitzenden August-Wilhelm Ritterbusch. Eindrucksvoll schilderten Vereinsvorsitzender Gerhard Satzke, seine Stellvertreterin Marlies Artmann und die hauptamtliche Sozialpädagogin des Vereins, Andrea Nolting-Brennemann, die vielfältigen Aufgaben der Einrichtung, die weit mehr sind, als eine Begungnungsstätte zu betreiben. Das Mehrgenerationenhaus ist die einzige Einrichtung dieser Art im Landkreis. Seine Arbeit beschränkt sich natürlich nicht auf das Gebäude, sondern besonders darauf, neben Beratungs- und Kontaktmöglichkeiten für alle Altersgruppen und fast alle Wechselfälle des Leben, die zahlreichen Einrichtungen und Akteure, die haupt- und ehrenamtlich in der Daseinsvorsorge tätig sind, zu vernetzen. Dazu gehören unter anderem auch die Diakoniesozialstation und die Haupt- und Realschule mit denen Tippelt im Verlauf ihres Besuches Gespräche führte. Vom riesigen ehrenamtlichen Engagement einer vielköpfigen Mannschaft im Mehrgenerationenhaus, aber auch von den finanziellen Anstrengungen, die der Verein unternehmen muss, um seiner Aufgabe gerecht zu werden, wurde ihr berichtet. Da die Bundeszuschüsse nunmehr aus Mitteln der Europäischen Union finanziert werden, habe sich das ohnehin schon sehr anspruchsvolle Anforderungsprofil noch mehr gesteigert und auch wesentlich verändert. Doch die engagierte Mannschaft des MGH sei zuversichtlich auch im kommenden Jahr, diese Hürde zu nehmen und damit die Mittel zu erhalten, die dringend für die Arbeit erforderlich sind. Die reinen investiven Maßnahmen sind solide finanziert, wir brauchen die Unterstützung für unsere inhaltliche Arbeit, erklärte Gerhard Satzke.

 
Diakoniesozialstation
 

Pastor Michael Hellwig (oben links), Sabine Tippelt (Mitte) mit Herrn Dörrie und Herrn Krisch (rechts neben ihr) sowie ihren Begleitern

Die Diakoniesozialstation war der nächste Programmpunkt bei Tippelts Besuch. Die Arbeit der Sozialstation ist auch in Delligsen fester Bestandteil der Daseinsvorsorge und geht mit einer weiteren Niederlassung in Alfeld auch über die Kreisgrenzen hinaus. Sichere Arbeitsplätze mit tariflicher Entlohnung sind ein zusätzliches Qualitätsmerkmal dieser Einrichtung auf einem Markt, auf dem Tarifverträge eher die Ausnahme sind. Sich diesem Wettbewerb zu stellen, das sei eine schwierige Aufgabe für die Station, wussten der Geschäftsführer, Pastor Michael Hellwig und der Pflegedienstleiter Michael Krisch zu berichten, die mit weiteren haupt- und ehrenamtlichen Angehörigen der Sozialstation Auskunft gaben. Die Kosten für die Pflege, die von den Familien aufzubringen seien, stellten für viele eine große Belastung dar, die sozialen Rahmenbedingungen werden immer schlechter, von daher sei die effiziente Arbeit der Sozialstation neben den diakonischen und karitativen Momenten, eine wichtige Säule der Arbeit. Wirtschaftliche Überlegungen seien es auch, die eine Umwandlung der Rechtsform der Sozialstation von einer Gesellschaft Bürgerlichen Rechts in eine gemeinnützige Gesellschaft mbH erforderlich machen.
Den bisherigen Mitgesellschaftern habe man gern eine Mitwirkungsmöglichkeit im Beirat angeboten und würde sich freuen, wenn diese davon Gebrauch machen würden.

 

Der anschließende Besuch in der Haupt- und Realschule, wo ebenso wie in der Sozialstation auch wieder die Netzwerkarbeit erwähnt wurde, beeindruckte Tippelt besonders. Bereits äußerlich besticht diese Schule durch Sauberkeit und ihren gepflegten Zustand. Die Leistungen dieser Schule, die ihre Erfolge mehreren Generationen engagierten Lehrerkollegien und Schulleitungen zu verdanken habe, seien vielfach prämiert und belohnt worden und sicherlich die Basis für die hohe Verbundenheit, die Schülerschaft, Eltern und Lehrer mit „ihrer“ Schule haben, die das Prädikat wert(e)volle Schule ebenso selbstverständlich hinnehme, wie die zahlreichen Auszeichnungen der Schülerfirma (Imker), der langjährigen erfolgreichen Konfliktlosen Arbeit oder die enge Zusammenarbeit mit den Berufsbildenden Schulen in Holzminden. An zwei Tagen in der Woche besuchen Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse die Holzmindener Schule und die Klasse 10 an einem Tag in der Woche. Im Gegenzug dazu unterrichten Lehrer der Haupt- und Realschule an der Berufsbildenden Schule. Von allen Beteiligten wird dieses Modell sehr gelobt, wusste Schulleiter Karsten Brand seinen Gästen zu berichten. Die Schuldiskussion sei nicht das beherrschende Thema, denn Unterschiede zwischen Haupt- und Realschülern, gibt es bei und nicht, wir machen schon lange alles gemeinsam, so der Rektor, dem man die Freude an seiner Arbeit deutlich anmerkte. Viele weitere besondere Inhalte der schulischen Arbeit wurden geschildert und überzeugten die Besucher davon, dass auch diese Einrichtung ein ganz besonderen Standortfaktor im Landkreis Holzminden ist.

Sabine Tippelt war von den Eschershäuser Besonderheiten sehr beeindruckt. Sie erwähnte wie wichtig solche Modelle und Projekte für den ländlichen Raum sind. Sie seien der Beweis dafür, dass man den Schreckgespenst „Demographischer Wandel“ nicht hilflos ausgeliefert ist. Ihrer Unterstützung könnten sich diese Einrichtungen und alle diejenigen, die die bevorstehenden Herausforderungen so zielstrebig gestalten, sicher sein.

 

 


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